Die Empfehlung des Runden Tisches

Der RUNDE TISCH „Gewässerschutz Werra/ Weser und Kaliproduktion" weist mit seinem Namen auf die beiden Seiten der Thematik in: Die Gewinnung eines wertvollen Rohstoffs verbunden mit Arbeitsplätzen und Wertschöpfung einerseits und hohe Umweltbelastungen andererseits. Das Werratal an der hessisch-thüringischen Landesgrenze ist seit über hundert Jahren ein Zentrum der Kaligewinnung in Deutschland. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktionstechnologien brachte war bisher eine deutliche Verringerung der Umweltbelastungen. Dennoch bleiben die mit der Kaligewinnung verbundene Versalzung von Werra und Weser sowie die Versenkung von Salzabwasser in den Untergrund ein Problem - für die Natur, für die Anlieger und für die Gewässernutzer. Aufgrund der breiten Unzufriedenheit mit dem Zustand von Werra und Weser und den rechtlichen Anforderungen zum Schutz des Grundwassers und der Oberfl ächengewässer, insbesondere der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, besteht Handlungsbedarf: bestimmte Schutzziele sollten kurzfristig, andere in verbindlichen Schritten spätestens bis 2027 erreicht werden.

Die Landtage von Hessen und Thüringen haben deshalb im Jahr 2007 die Gründung des RUNDEN TISCHES „Gewässerschutz Werra/ Weser und  Kaliproduktion" beschlossen: „Die Einrichtung des RUNDEN TISCHES verfolgt das Ziel, die Diskussion über die Verbesserung der Gewässerqualität von Werra und Weser und die Perspektiven nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns auf eine konsolidierte sachliche Grundlage zu stellen, Vertrauen und Akzeptanz zu schaffen und tragfähige Lösungsvorschläge zu entwickeln." (Zitat aus der Einsetzungserklärung).

Seit März 2008 arbeiteten am RUNDEN TISCH Vertreterinnen und Vertreter von Anrainerkommunen, Umwelt- und Fischereiverbänden, Bürgerinitiativen, Gewerkschaften, Industrie- und Handelskammer gemeinsam mit dem Unternehmen K+S AG* und den Bundesländern Thüringen,Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sowie dem Bundesumweltministerium an solchen Lösungen. Unter Leitung von Prof. Dr. Hans Brinckmann und unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Dietrich Borchardt (Helmholtz Zentrum für Umweltforschung - UFZ in Magdeburg) sowie weiterer Experten setzte sich der RUNDE TISCH in insgesamt 16 Sitzungen mit der Problematik auseinander, bis er am 9. Februar 2010 die Empfehlung verabschiedete, die Sie auf der rechten Download-Spalte als PDF herunterladen können.