Aufgabe

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In Kassel hat sich im März 2008 der Runde Tisch "Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion" zusammengefunden. Er wurde von den Ländern Thüringen und Hessen gemeinsam mit der K+S AG ins Leben gerufen.

Das Unternehmen K+S AG fördert Salz aus der Erde und stellt daraus im Wesentlichen Kalidünger für die Landwirtschaft her. An seinen drei Standorten in Osthessen und in Westthüringen arbeiten für  das Unternehmen rund 4.200 Beschäftigte.

Bei der Produktion fallen salzhaltige Rückstände an. Diese werden z.T. auf Halden gelagert, z.T. werden sie als salzhaltige Abwässer in den Untergrund versenkt oder in die Werra eingeleitet. Nur ein kleiner Teil wird wieder in den Untergrund verbracht. Die Folge: Werra und Weser sind stark mit Salzen belastet und es besteht die Sorge, dass Grundwasser und Trinkwasserspeicher versalzen werden.

Der Runde Tisch hatte die Aufgabe, nachhaltige Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Wasserqualität in Werra und Weser zu erarbeiten. Dabei sollten Kriterien, Ziele und Instrumente der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ebenso angemessen berücksichtigt werden wie die wirtschaftlichen Interessen der Region und die Sicherung der dort betroffenen Arbeitsplätze. Im Februar 2010 verabschiedete der Runde Tisch seine Empfehlung. Diese kann in der Rubrik „Die Empfehlung" als PDF heruntergeladen werden.

Nach der Erarbeitung und Verabschiedung seiner Empfehlung ist es nun die Aufgabe des Runden Tisches, deren Umsetzung zu begleiten und dabei Transparenz zu schaffen und der Öffentlichkeit Informationen bereit zu stellen.

Die Politik ist sich einig, dass gehandelt werden muss. Allerdings bestehen unterschiedliche Vorstellungen darüber, was zu tun ist. Derzeit hat das Unternehmen K+S AG die Erlaubnis, Salzabwasser in die Werra bis zu den Grenzwerten von 2.500 mg Chlorid und 90° Deutscher Härte einzuleiten oder in den Untergrund zu versenken. Aufgrund der Beeinträchtigung der Ökosysteme von Werra und Weser soll die Entsorgung neu verhandelt werden. Dabei müssen jedoch auch wirtschaftlich realistische Alternativen für die Entsorgung der Salzlauge gefunden werden. Zu beachten sind dabei die begrenzten Spielräume der derzeitigen Entsorgungswege (Versenkung, Aufhaldung, Spülversatz, Einleitung) für Rückstände aus der Kali-Produktion und die Nachhaltigkeit von alternativen Lösungen.